Der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis) ist Wasserpflanze des Jahres 2012. Trotz seines deutschen Gebrauchsnamens ist Ranunculus aquatilis in keiner Weise gewöhnlich, sondern wegen seiner Form und Farbe eine durchaus auffällige aquatische Pflanze, die auf der gesamten Nordhalbkugel heimisch und weit verbreitet ist.
Die robuste und widerstandsfähige Pflanze wurzelt in bis zu zwei Metern Tiefe und treibt mit Hilfe ihrer nierenförmigen Schwimmblätter an der Oberfläche von Teichen und Seen, aber auch an langsam fließenden Stellen in Flüssen. In der warmen Jahreszeit zwischen Mai und September entwickelt der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß seine charakteristischen weißen Blüten mit ihrem dottergelben Grund. Darin bildet die winterharte Pflanze nach der Bestäubung durch fliegende Insekten wie Bienen oder Fliegen 1 bis 2 mm große, nüsschen-förmige Samen.
Im Unterschied zur Wassernuss, der Wasserpflanze des Jahres 2011, ist der Wasserhahnenfuß in Deutschland nicht vom Aussterben bedroht.
Aber Vorsicht: Wer sich durch die zierliche Blüte dazu verleiten lässt, eine Pflanze zu berühren, sollte sich vor Hautkontakt schützen. Die scharfen Pflanzensäfte können zu Hautreizungen und Blasen führen. Sowohl Blüte als auch Blätter und Stengel werden in der traditionellen indischen Heilkunde zur Behandlung von Fieber, Asthma oder Rheumatismus eingesetzt, wirken bei der unkontrollierten Einnahme aber giftig. Von medizinischen Selbstversuchen ist daher dringend abgeraten!
Quelle ist der Auslober der Wasserpflanze des Jahres: Der Förderkreis Sporttauchen e.V. / Foto: Kristian Peters, CC-BY-SA
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